Wirkungsweise
Trebon 30 EC ist ein Insektizid mit Kontakt- und Fraßwirkung, dass insbesondere gegen beißende Insekten eine gute Wirkung zeigt. Trebon 30 EC wirkt sehr effektiv gegen Schädlinge im Raps. Trebon 30 EC bekämpft aufgrund seiner Molekülstruktur auch Rapsglanzkäfer-Populationen, die resistent gegenüber herkömmlichen Pyrethroiden sind. Aufgrund seines geringen Temperaturanspruches wirkt Trebon 30 EC auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie regelmäßig im zeitigen Frühjahr auftreten.
„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
•Rapsglanzkäfer, Gefleckter Kohltriebrüssler, Rapsstängelrüssler an Raps;
•Kohlschotenrüssler an Raps.“
Anwendungstechnik und Aufwandmenge
Trebon 30 EC wird gegen Rapsglanzkäfer, Gefleckter Kohltriebrüssler, Rapsstängelrüssler und Kohlschotenrüssler mit 200 ml/ha in mindestens 200L Wasser/ha nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf gespritzt.
Maximal zwei Behandlungen pro Jahr und in dieser Kultur im Abstand von mindestens 7 Tagen.
Spritzgerät regelmäßig auf einem Prüfstand testen lassen. Gerät auslitern und den gewünschten Düsenausstoß kontrollieren. Spritzflüssigkeitsreste vermeiden.
Spritztechnik und Wassermenge sollten in jedem Fall eine gründliche Benetzung aller zu behandelnden Pflanzenteile gewährleisten!
Resistenzmanagement
Für die Anwendung gegen Rapsglanzkäfer, Gefleckter Kohltriebrüssler und Rapsstängelrüssler gilt:
WW709-1 - Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst hinzuziehen.
Insektizide sollen nur gezielt und - soweit zugelassen und verfügbar - mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen eingesetzt werden, um Resistenzbildung möglichst zu vermeiden.
Trebon 30 EC enthält den Wirkstoff Etofenprox, der zur chemischen Klasse der Äther-Pyrethoide gehört. Aufgrund seines spezifischen Wirkungsmechanismus im komplexen biologischen System der Schädlinge kann eine Resistenzbildung gegen diesen Wirkstoff grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine Erkenntnisse über nachgewiesene Resistenzen von Rapsglanzkäfern oder den anderen Rapsschädlingen gegenüber Trebon 30 EC.
Sollte es dennoch zu einer Minderwirkung von Trebon 30 EC aufgrund von möglicherweise entstandenen Resistenzen kommen, wird keine Haftung übernommen.
Wartezeit
Raps: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).