Produkte
Akarizide
Fungizide
Herbizide
Insektizide
Molluskizide
Pflanzenstärkungsmittel
Rodentizide
Spezial-Düngemittel
Spritzgerätereiniger
Wachstumsregler
Zusatzstoffe
Sonstige
Wege und Plätze Herbizide
Empfehlungen
Sicherheitsdatenblätter
Auflagen, Vorschriften u.a.
Kontakt Pflanzenschutz
Downloads
Wir stellen aus
Archiv
News
Wetter
Home  »  Pflanzenschutz  »  Produkte  »  Herbizide
Wirkstoff:
680 g/kg Glyphosat als Glyphosat Salz (747 g/kg)
wasserlösliches Granulat (SG)
Gefahrensymbol: Xn, N
Bienen: nicht bienengefährlich (B4)
Loses Schüttgewicht:
1 kg Roundup TURBO = 1,9 l (nach einmaligem Aufklopfen des Messbechers)
1 l = 530 g Roundup TURBO
Versandgebinde: 1 x 10 kg Beutel

Herbizid zur Anwendung im Freiland auf dem Acker- und Grünland, auf Stilllegungsflächen, im Wein- und Kernobstbau, auf Nichtkulturland und auf Wegen und Plätzen

1. Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:

  • Ackerbaukulturen - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Kernobst (ab Pflanzjahr) - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  •  Mais - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  •  Nichtkulturland ohne Holzgewächse - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Stilllegungsflächen - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Wege und Plätze mit Holzgewächsen (ab Pflanzjahr) - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Weinrebe (ab 4. Standjahr) Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter, (ausg. Ackerwinde) - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Weinrebe (ab 4. Standjahr) Ackerwinde - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Wiesen und Weiden - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Zuckerrüben - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter
  • Lagergetreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) - Ein- und zweikeimblättrige Unkräuter, Sikkation"

 

2. Allgemeines

Roundup TURBO ist ein nichtselektives Blattherbizid mit systemischer Wirkung. Es wird über die grünen Teile der Pflanze aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in der gesamten Pflanze, einschließlich der unterirdischen Pflanzenteile (Rhizome), verteilt. Daher werden neben einjährigen Unkraut- und Ungrasarten auch mehrjährige Unkraut- und Ungrasarten nachhaltig bekämpft.

 

Anwendungsbedingungen

Roundup TURBO kann während der gesamten Vegetationsperiode eingesetzt werden. Der Einsatz kann sogar vor oder nach kurzen Nachtfrösten bis -4°C erfolgen.

Es ist darauf zu achten, dass die zu bekämpfenden Unkrautarten genügend aufnahmefähige Blattmasse gebildet haben müssen und ausreichend benetzt werden. Zur nachhaltigen Bekämpfung von hartnäckigen, breitblättrigen Unkräutern wird die Anwendung im Blühstadium empfohlen. Bei anhaltender Trockenheit oder bei hohen Temperaturen, verbunden mit extrem niedriger Luftfeuchtigkeit, können Wirkstoffaufnahme und -ableitung beeinträchtigt werden. Bei diesen, wie auch anderen nicht optimalen Anwendungsbedingungen sind Verringerungen der empfohlenen Aufwandmenge nicht angeraten. Anwendung nach Regen oder bei Tau auf feuchtem, aber nicht tropfnassem Unkrautbestand möglich!

 

Aufwandmengen

Die Produkt -Aufwandmengen richten sich nach Art und Größe der zu bekämpfenden Unkräuter.

Niedrige Wasser -Aufwandmengen bis max. 200 l/ha begünstigen die Wirkung.

 

Wirkungsgeschwindigkeit

Je aktiver die Pflanzen wachsen, um so schneller wird der Wirkstoff in der Pflanze verteilt. Bei normalwüchsiger Witterung tritt innerhalb von ca. einer Woche die sichtbare Wirkung von Roundup TURBO ein. Die Pflanzen welken, werden gelb und vertrocknen später vollständig. Ein witterungsbedingt langsamer Eintritt von Wirkungssymptomen hat auf die Nachhaltigkeit der Wirkung keinen Einfluss.

 

Bodenbearbeitung nach Anwendung

  •  Ab 1 Tag bei einjährigen Unkräutern bis zum 4- Blatt-Stadium möglich.
  •  Ab 5 Tagen z. B. bei Quecke oder ausdauernden Unkräutern möglich, auch wenn Symptome noch nicht sichtbar sind.
  • Ab 7 Tagen bei ungünstigen Bedingungen (z.B. kühle Witterung) möglich.

3. Anwendungsgebiete

3.1 Unkrautbekämpfung bis 2 Tage vor der Saat von Mais und Zuckerrüben

Gegen Samenunkräuter, Zwischenfrüchte u. a. zur Saatbettvorbereitung vor einer Bodenbearbeitung 1,6 kg/ha in 200- 400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Einsatz bis zu 2 Tagen vor der Saat.

Die Anwendung von Roundup TURBO kann in allen Mulchsaatsystemen mit und ohne Bodenbearbeitung erfolgen.

Wartezeit: Mais 90 Tage

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

WW742 - Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung gegen ausdauernde Unkräuter.

 

3.2 Unkrautbekämpfung bis 5 Tage nach der Saat von Ackerbaukulturen (BBCH 03)

Zur Bekämpfung aufgelaufener Unkräuter nach der Saat und vor dem Auflaufen der Kultur (Ausgenommen Raps und Gemüsekulturen) bis maximal 5 Tage nach der Saat (BBCH 03, gequollener Samen, Keimwurzel nicht ausgetreten) 1,6 kg/ha in 100- 400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Zur Vermeidung von Schäden an der Kulturpflanze ist auf eine ausreichende und gleichmäßige Tiefenablage bei der Saat sowie auf eine genügende Bodenbedeckung zu achten. Vor der Anwendung ist der Bestand hinreichend auf das Entwicklungsstadium der Kulturpflanze zu prüfen. Eine Anwendung darf nicht mehr erfolgen, wenn die Keimwurzel die Samenschale durchstoßen hat. Bei zu später Anwendung kann es zu Schäden an der Kultur kommen.

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

WW742 - Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung gegen ausdauernde Unkräuter.

 

3.3 Unkraut- und Queckenbekämpfung in stehendem Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) nach dem Auflaufen, zur Spätanwendung 7 Tage vor der Ernte

Ausgenommen zur Saatguterzeugung und zu Brauzwecken.

Ab Vollreife des Getreides (Stadium BBCH 89, Kornfeuchte unter 25 %). Richtwert: Wenn der Fingernagelabdruck auf dem Korn erhalten bleibt, 2,65 kg/ha in 200-400 l/ha Wasser spritzen. Die Kornfeuchte sollte mit einem Kornfeuchtemessgerät bestimmt werden.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Bodenbearbeitung direkt nach der Ernte möglich.

Wartezeit: 7 Tage

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3 m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

VV835 - Stroh von behandeltem Getreide nicht für Kultursubstrate verwenden.

 

3.4 Unkraut-, Zwiewuchs- und Queckenbekämpfung zur Ernteerleichterung und Sikkation in lagerndem Getreide 7 Tage vor der Ernte, zur Spätbehandlung

Ausgenommen zur Saatguterzeugung und zu Brauzwecken.

Ab Vollreife des Getreides (Stadium BBCH 89, Kornfeuchte unter 25 %). Richtwert: Wenn der Fingernagelabdruck auf dem Korn erhalten bleibt, 2,65 kg/ha in 200-400 l/ha Wasser spritzen. Die Kornfeuchte sollte mit einem Kornfeuchtemessgerät bestimmt werden.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Bodenbearbeitung direkt nach der Ernte möglich.

Wartezeit: 7 Tage

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3 m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

VV835 - Stroh von behandeltem Getreide nicht für Kultursubstrate verwenden.

 

3.5 Unkrautbekämpfung (inkl. Ausfallkulturen) in Ackerbaukulturen nach der Ernte oder nach dem Wiederergrünen

2,65 kg/ha in 100-400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Quecke soll 3 - 4 neue Blätter pro Trieb gebildet haben. Stoppeldüngung bzw. Kalkung erst ab 2 Tage nach der Behandlung. Stroh räumen (kann bei geringem Strohanfall entfallen) oder Stroh kurzhäckseln und gleichmäßig verteilen.

Nachbau aller Kulturen ohne Wartezeit möglich.

Zur Sanierung stark verqueckter Flächen wird je eine Anwendung in mindestens 2 aufeinander folgenden Jahren angeraten.

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

 

3.6 Unkrautbekämpfung auf Stilllegungsflächen zur Rekultivierung

Der früheste Einsatzzeitpunkt von Roundup TURBO auf Stilllegungsflächen wird von den gesetzlichen Richtlinien bestimmt.

Die Aufwandmengen richten sich nach der Leitverunkrautung: bis zu 2,65 kg/ha bei Begrünungspflanzen einschließlich mehrjährigen Unkräutern/-gräsern in 200 - 400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Bei sehr starker Verunkrautung bzw. zu wenig grüner, aufnahmefähiger Blattmasse zum Spritzzeitpunkt ist gegebenenfalls eine Nachbehandlung mit Roundup TURBO nach der folgenden Kultur erforderlich. Roundup TURBO beseitigt den Aufwuchs auf Stilllegungsflächen und ersetzt damit eine evtl. mehrfach erforderliche Bodenbearbeitung. Bei sehr hohem Aufwuchs ist ein Schröpfschnitt einzuplanen und so durchzuführen, dass zum Behandlungszeitpunkt wieder genügend aufnahmefähige Blattmasse vorhanden ist. Eine den Austrieb unterdrückende Schwadablage ist unbedingt zu vermeiden. Mit den Bestellarbeiten für die Folgefrucht kann begonnen werden, sobald die Leitunkräuter nach dem Einsatz von Roundup TURBO zu vergilben beginnen. Besonders für Kulturen, die ein feinkrümeliges, rückstandsfreies Saatbett benötigen (z. B. Winterraps), ist eine Bearbeitung mit dem Pflug dringend angeraten.

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

VV549 - Behandelten Aufwuchs (Abraum vor der Neueinsaat) nicht zur Heugewinnung verwenden, er kann der direkten Verfütterung oder der Silierung dienen.

 

3.7 Unkrautbekämpfung auf Wiesen und Weiden zur Grünlanderneuerung

Zur Abtötung der Altnarbe sowie zur Bekämpfung von Quecke, Distel, Rasenschmiele, Ampfer-Arten u. a. 2,1 kg/ha in 100 - 400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Ausreichende Bodenfeuchtigkeit ist für das Gelingen der Neueinsaat entscheidend. Bewährt haben sich Behandlungen und Einsaaten im Juli bis August.

Neueinsaat: Wichtig ist ein ebenes, abgesetztes Saatbett, um eine flache Ablage des Saatgutes (1-2cm) zu ermöglichen. Nach der Einsaat ist durch Anwalzen für einen guten Bodenschluss zu sorgen.

Bei einer Aufwuchshöhe von ca.15cm sollte die Quecke 3 - 4 Blätter pro Trieb und der Ampfer den Blütenstand ausgebildet haben.

Wartezeit Gras und Heu: 14 Tage

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

VV549 - Behandelten Aufwuchs (Abraum vor der Neueinsaat) nicht zur Heugewinnung verwenden, er kann der direkten Verfütterung oder der Silierung dienen.

 

3.8 Unkrautbekämpfung im Kernobst ab Pflanzjahr

Gegen ein- und mehrjährige Ungräser und Unkräuter (siehe Tabelle) 2,65 kg/ha in 100 - 400 l/haWasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Anwendung ab 15 -20 cm Unkrauthöhe. Alle Doldenblütler (z. B. Wiesenkerbel), Ampfer und Brennnessel werden am besten im Blühstadium bekämpft. Zweckmäßig und wirtschaftlich sind Streifenbehandlungen mit Roundup TURBO. Der behandelte Streifen sollte nicht zu schmal gewählt werden, um das Einwachsen von Unkräutern aus den unbehandelten Fahrgassen zu verzögern.

Spezieller Hinweis: Auf keinen Fall dürfen grüne Teile der Obstbäume (Blätter, Triebe, Stämmchen, Blüten und Früchte) vom Spritzstrahl direkt oder indirekt durch Abdrift getroffen werden. ›Roundup TURBO darf nicht in einjährigen Anlagen (1. Standjahr) eingesetzt werden, die stark zurückgeschnitten wurden. Mit Roundup TURBO in Kontakt gekommene Seitentriebe, Schossertriebe oder Wildlinge etc. unbedingt sofort abschneiden. Junge Bäumchen können u. U. über die grüne Rinde Wirkstoff aufnehmen und sind daher bei der Behandlung auszusparen. Dies ist besonders bei Neupflanzungen zu beachten.

Wartezeit: Kernobst 42 Tage

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

 

3.9 Unkrautbekämpfung im Weinbau ab 4. Standjahr (einschließlich Ackerwinde)

Gegen Acker- und Zaunwinde u. a. 5,3 kg/ha in 100 - 400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Roundup TURBO kann während der Rebblüte und auch bei höheren Temperaturen angewendet werden.

Spezieller Hinweis: Grüne Rebteile dürfen nicht getroffen werden. Roundup TURBO ist in allen bisher geprüften Rebsorten verträglich.

Roundup TURBO wird zur Bekämpfung von Acker- und Zaunwinde bei gleichzeitiger Bekämpfung anderer aufgelaufener ein- und mehrjähriger Unkräuter eingesetzt. Während der Windenblüte, insgesamt eine Anwendung. Die nachhaltige Bekämpfung der Winde setzt voraus, dass sie sich ungestört durch andere Unkräuter entwickelt und genügend aktive Blattmasse zur Aufnahme des Wirkstoffes ausgebildet hat. Bei Mischverunkrautung mit einjährigen Unkräutern kann es deshalb zweckmäßig sein, gegen diese eine Vorbehandlung im Frühjahr durchzuführen.

Wartezeit Keltertrauben: 30 Tage.

NT102 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 75% Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").


3.10 Unkrautbekämpfung im Weinbau ab 4. Standjahr (ausgenommen Ackerwinde)

Gegen ein- und mehrjährige Ungräser und Unkräuter im Splittingverfahren je 2,65 kg/ha in 100 - 400 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 2 Behandlungen je Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 3 Monaten.

Gegebenenfalls zweimalige Anwendung, jedoch pro Vegetationsperiode maximal 5 kg/ha. Bewährt hat sich je eine Spritzung im Frühjahr oder Sommer. Die Anwendung erfolgt bei einer Unkrauthöhe von ca. 10 -20 cm. Zweckmäßig und wirtschaftlich sind Unterstockbehandlungen. Der behandelte Streifen darf nicht zu schmal sein, um das Einwachsen aus der unbehandelten Zeile zu verhindern.

Roundup TURBO kann während der Rebblüte und auch bei höheren Temperaturen angewendet werden.

Spezieller Hinweis: Grüne Rebteile dürfen nicht getroffen werden.

Wartezeit Keltertrauben: 30 Tage

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20 m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen").

3.11 Unkrautbekämpfung auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen ab Pflanzjahr

Gegen ein- und mehrjährige Ungräser und Unkräuter 5,3 kg/ha in 200 - 400 l/ha Wasser spritzen mit Spritzschirm.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Ansetzen der Spritzlösung:

z. B. 15 g Roundup TURBO in 1 l Wasser (mit 1 l Brühe können ca. 60 m² behandelt werden).

NS660 - Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6 Abs.2 und 3 PflSchG). Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

WP740 - Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.

 

3.12 Unkrautbekämpfung auf Nichtkulturland ohne Holzgewächse

2,7 kg/ha in max. 1000 l/ha Wasser spritzen.

Maximal 2 Anwendungen je Kultur bzw. je Jahr.

Gegebenenfalls zweimalige Anwendung, jedoch pro Vegetationsperiode maximal 5 kg/ha.

NS660 - Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6 Abs.2 und 3 PflSchG). Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

NT101 - Abstand zu Nichtzielpflanzenflächen > 3m Breite: 0m bei 50 % Antidrift, sonst 20m; (vollständigen Text siehe Abschnitt: "Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen"). 

 

3.13 Einzelpflanzenbekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern auf Nichtkulturland

Einmaliges Bestreichen der Schadpflanzen; 33% ige Streichlösung (max. 5,4 kg/ha,
d. h. ca. 175 g Roundup TURBO pro Liter Wasser auflösen).

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

NS660 - Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, ist nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig (§ 6 Abs. 2 und 3 PflSchG). Zu diesen Flächen gehören alle nicht durch Gebäude oder Überdachungen ständig abgedeckten Flächen, wozu auch Verkehrsflächen jeglicher Art wie Gleisanlagen, Straßen-, Wege-, Hof- und Betriebsflächen sowie sonstige durch Tiefbaumaßnahmen veränderte Landflächen gehören. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

 

4. Wirkungsspektrum

Unkrautspektrum Roundup TURBO - Gut bekämpfbar

Gräser

Aufwandmenge in kg/ha

 

1

1,5

2

2,5

Ackerfuchsschwanz

X (1)

X (2)

 

 

Aleppo (Mohren-) Hirse

 

 

 

X (3)

Ausfallgetreide

X

 

 

 

Borstenhirse

 

X

 

 

Fingerhirse, Blut-

 

X

 

 

Flughafer

X (1)

X (2)

 

 

Hühnerhirse

 

X (1)

 

X (2)

Honiggras, Weiches

 

 

X (1)

X (2)

Honiggras, Wolliges

 

 

 

X

Hundszahngras

 

 

 

X (3)

Knaulgras

 

 

X

 

Mäusegerste

X

 

 

 

Pfeifengras

 

 

X

 

Quecke, Gemeine

 

X (4)

X (5)

X (6)

Rasenschmiele

 

 

 

X

Rispengras, Einjähriges

X (1)

X (2)

 

 

Rispengras, Gemeines

 

X

 

 

Rothafer, Wilder

X (1)

X (2)

 

 

Rotschwingel

 

 

X

 

Ruchgras, Gemeines

 

X

 

 

Saathafer

X (1)

X (2)

 

 

Sandrohr

 

 

 

X

Schilfrohr

 

 

 

X (3)

Trespen

X (1)

X (2)

 

 

Weidelgras, Deutsches

 

X

 

X (8)

Weidelgras, Welsches

X (1)

X (2)

 

X (8)

Windhalm

X (1)

X (2)

 

 

Zwiewuchs, Gerste

 

X

 

 

Zwiewuchs, Weizen

 

 

X

 

 

Unkräuter / Gehölze

Aufwandmenge in kg/ha

 

1

1,5

2

2,5

Acker-Frauenmantel

 

X

 

 

Acker-Gänsedistel

 

 

 

X

Acker-Gauchheil

 

X

 

 

Ackerhellerkraut

 

X

 

 

Acker-Hundskamille

 

X

 

 

Acker-Kratzdistel

 

 

 

X (3)

Acker-Schmalwand

 

X

 

 

Ackersenf

X (7)

X (8)

 

 

Acker-Steinsame

 

X

 

 

Ackerstiefmütterchen

 

X (7)

 

X (8)

Ackervergißmeinicht

 

X (7)

 

X (8)

Adlerfarn

 

 

 

X

Amarant, Rauhaariger

 

X

 

 

Ampfer-Arten

 

 

 

X

Ausfallraps

X (5cm)

X (10cm)

 

X(15cm)(9)

Ausfalllupinen

 

 

 

X

Bärenklau

 

 

 

X

Beifuß, Gemeiner

 

 

 

X

Berufkraut, Kanadisches

 

 

 

X

Bingelkraut, Einjähriges

 

X

 

 

Blaubeere

 

 

 

X

Birke

 

 

 

X

Brennessel, Große

 

 

 

X

Brombeere, Echte

 

 

 

X

Buche

 

 

 

X

Ehrenpreis-Arten

 

X

 

 

Erdrauch

 

X

 

 

Eiche

 

 

 

X

Esche

 

 

 

X

Faulbaum

 

 

 

X

Fingerkraut, Gänse-

 

 

X

 

Franzosenkraut

X(7)

X(8)

 

 

Gänseblümchen

 

 

 

X

Gänsefuß, Weißer

 

X(7)

 

X(8)

Geisblatt

 

 

 

X(8)

Ginster

 

 

 

X

Goldrute, Kanadische

 

 

 

X

Gundermann

 

 

 

X

Hahnenfuß-Arten

 

 

 

X

Hainbuche

 

 

 

X

Haselstrauch

 

 

 

X

Heckenkirsche

 

 

 

X

Hederich

 

X

 

 

Heidekraut

 

 

 

X

Heidelbeere

 

 

 

X

Himbeere

 

 

 

X

Hirtentäschelkraut

X(7)

X(8)

 

 

Hohlzahn-Arten

 

X

 

 

Holunder, Schwarzer

 

 

 

X

Hundsrose

 

 

 

X

Hundspetersilie

 

 

 

X

Huflattich

 

 

 

X

Jakobs-Kreuzkraut

 

 

 

X

Kamille, Echte

 

X(7)

 

X(8)

Klatschmohn

 

X

 

 

Klee, Rot-

 

 

 

X

Klette, Große

 

 

 

X

Klettenlabkraut

 

X(7)

X(8)

 

Kohl-Gänsedistel

 

X

 

 

Knöterich, Floh-

 

X(7)

 

X(8)

Knöterich, Vogel-

 

X(7)

 

X(8)

Knöterich, Landwasser-

 

 

 

X(9)

Kornblume

 

X(7)

 

X(8)

Kreuzkraut, Gemeines

 

X

 

 

Löwenzahn, Gemeiner

 

 

X(7)

X(8)

Malve, Wilde

 

 

 

X

Melde, Gemeine

 

X

 

 

Möhre, Wilde

 

 

 

X

Nachtschatten, Schwarzer

 

X(7)

 

X(9)

Ölrettich

X(5cm)

X(10cm)

 

X(15cm)

Pappel, Zitter-

 

 

 

X

Pfeilkresse

 

 

 

X

Phacelia

 

X

 

 

Platterbse, Knollen-

 

 

 

X

Portulak, Gelber

 

 

 

X

Rainkohl, Gemeiner

 

X

 

 

Rainfarn, Gemeiner

 

 

 

X

Robinie

 

 

 

X

Roßkastanie

 

 

 

X

Saatwucherblume

 

X

 

 

Schafgarbe, Gemeine

 

 

 

X

Schneeball

 

 

 

X

Schwarzdorn

 

 

 

X

Springkraut, Echtes

 

X

 

 

Stechapfel, Gemeiner

 

X(7)

 

X(8)

Storchschnabel, Schlitzblättriger

 

 

 

X

Taubnessel-Arten

 

X(7)

X(8)

 

Tollkirsche

 

 

 

X

Traubenkirsche

 

 

 

X

Vogelmiere

X(7)

X(8)

 

 

Waldrebe

 

 

 

X(8)

Wegerich-Arten

 

 

X(7)

X(8)

Weide

 

 

 

X

Weidenröschen, Schmalblättriges

 

 

 

X

Weißdorn

 

 

 

X

Wiesenkerbel

 

 

X

 

Wicken-Arten

 

 

X(7)

X(8)

Wiesenkopf, Großer

 

 

 

X

Weinbergslauch

 

 

 

X

Wolfsmilch, Sonnen-

 

X

 

 

Zweizahn, Behaarter

 

X

 

 

Bei der Unkrautbekämpfung sind die Bestimmungen der BArtSchV einzuhalten, d.h. nach BArtSchV geschützte Pflanzenarten sind bei der Behandlung auszusparen. Für Schäden infolge Missachtung dieser Bestimmungen haften wir nicht.

 

Weniger gut bekämpfbare Arten (2,5 kg/ha):

Ackerminze, Ackerwinde (10,11), Ausfallerbsen, Binsen, Luzerne, Kartoffeldurchwuchs, Efeu, Seggen, Japanknöterich, Windenknöterich, Zaunwinde (10).

 

Nicht ausreichend bekämpfbare Arten (2,5 kg/ha):

Gemeiner Beinwell, Giersch, weißer Mauerpfeffer, Acker- und Sumpfschachtelhalm, Salbeigamander, Kleine Brennnessel, Weißklee.

(1)    bis Ende  Bestockung

(2)    ab Schossen

(3)    nur voll ausgewachsene Pflanzen lassen sich ausreichend bekämpfen (in der Vorernte, in Dauerkulturen oder nach Flächenstilllegung)

(4)    geringer Besatz (0 - 15 Schosse/m²)

(5)    mittlerer Besatz (16 - 30 Schosse/m²)

(6)    starker Besatz (über 30 Schosse/m²)

(7)    bis 6 - 8 Blätter

(8)    größere Pflanzen

(9)    große Pflanzen nicht immer sicher bekämpfbar

(10)  im Ackerbau nur in Vorernteanwendungen

(11)  im Weinbau, auf Nichtkulturland mit 5 kg/ha bekämpfbar

 

5. Hinweise für den sicheren Umgang

Mischbarkeit

Beimischungen von Herbiziden zur Spritzbrühe können die Wirkung von Roundup TURBO u. U. einschränken.

Roundup TURBO ist mit Ammonium-Nitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) mischbar. Roundup TURBO ist vor der Mischung mit AHL in Wasser aufzulösen (1 Teil Roundup TURBO : 3 Teile Wasser). Bei überwiegendem Besatz mit einjährigen Unkräutern (außer Ackerstiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Ölrettich) können 100 % der Wassermenge und bei überwiegendem Besatz mit mehrjährigen Unkräutern (z. B. Quecke) bis 25 % der Wassermenge durch AHL ersetzt werden.

Dosierungstabelle für den Einsatz von Roundup UltraMax in getragenen Spritzgeräten

     Bei Anwendungen mit der Rückenspritze ist i. d. R. eine 3%ige Spritzlösung ausreichend, d.h. 15g Roundup TURBO pro Liter Spritzbrühe.

     Die Aufwandmenge ändert sich entsprechend der Unkrautzusammensetzung.

     Bei schwerbekämpfbaren Unkräutern kann entweder die Roundup TURBO Aufwandmenge erhöht werden oder die Spritzgeschwindigkeit muss reduziert werden.

Aufwandmenge 2,5 kg Roundup TURBO/ha entsprechen 0,25 g/m² z.B. gegen ein- und zweikeimblättrige Unkräuter (s. a. Wirkungsspektrum)

Wasseraufwandmenge in [l]

Roundup Turbo Menge in [g]

behandelbare
Fläche in [m²]

1

15

60

2

30

120

3

45

180

4

60

240

5

75

300

10

150

600

Aufwandmenge 5 kg Roundup TURBO/ha entsprechen 0,5 g/m² gegen schwerbekämpfbare Unkräuter z.B. Winde-Arten

Wasseraufwandmenge in [l]

Roundup TURBO Menge in [g]

behandelbare
Fläche in [m²]

1

15

30

2

30

60

3

45

90

4

60

120

5

75

150

10

150

300


Nachbau

Die Folgekulturen nehmen den auf den Boden gelangten Wirkstoff nicht auf, weil dieser sofort an Bodenteilchen gebunden wird. Bodenlebewesen sorgen danach für einen vollständigen Abbau in natürliche Stoffe. Durch die rasche Inaktivierung des Wirkstoffes von Roundup TURBO können alle Kulturen ohne Einschränkung in kürzester Zeit nach dem Einsatz von Roundup TURBO nachgebaut werden.


Regenbeständigkeit

Roundup TURBO ist bereits 1 Stunde nach der Anwendung regenfest.


Abdrift

Abdrift auf benachbarte Kulturen und andere Pflanzenbestände unbedingt vermeiden.


Gerätereinigung

Spritzgeräte und Spritzbrühebehälter sofort nach Gebrauch gründlich reinigen. Anfallendes Spülwasser nach der Gerätereinigung auf der vorher behandelten Fläche ausbringen.

Die Reinigung mit Agroclean hat sich bewährt.


Lagerung

Roundup TURBO und die daraus hergestellte Spritzbrühe nicht in galvanisierten oder unbeschichteten Weichmetallbehältern lagern.

 

Gebrauchsanleitung beachten!