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Wirkstoff:
500 g Isoproturon /l Suspensionskonzentrat (SC)
Gefahrensymbol: Xn, N
Bienen: nicht bienengefährlich (B4)

Versandgebinde:
3 x 5 l Kanister nur im Sumimax-Arelon TOP - Pack

Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern sowie Kamille und Vogelmiere in Weizen, Gerste und Winterroggen

Wirkungsweise

Arelon TOP enthält als Wirkstoff das Harnstoffderivat Isoproturon, das die Photosynthese von Ungräsern und Unkräutern hemmt. Die Wirkung erfolgt über Blatt und Wurzel. Arelon TOP erfasst neben den bereits vorhandenen auch kurze Zeit später keimende Unkräuter. Die ersten Schadsymptome sind leichte Vergilbungen und Verdrehungen der Blattränder, die je nach Witterungsverlauf mitunter erst nach 2 bis 3 Wochen deutlich sichtbar werden.

„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:

  • Kamillearten, Vogel-Sternmiere, Einjähriges Rispengras, Gemeiner Windhalm, Acker-Fuchsschwanz in Wintergerste, Winterroggen, Winterweizen, Sommergerste, Sommerweizen."

 

Anwendungsbedingungen

Sommergerste und Sommerweizen

Gegen Kamillearten, Ackerhundskamille, Vogel-Sternmiere, Einjähriges Rispengras, Gemeiner Windhalm, Acker-Fuchsschwanz

  • auf leichten oder mittleren Böden 2,5 l/ha
  • auf schweren Böden 3,0 l/ha

spritzen in 200 - 400 l Wasser/ha,

Einsatzzeitpunkt: im Nachauflauf, 1-Blatt-Stadium bis Ende der Bestockung (BBCH11-29).

Maximal 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.

WP734 - Schäden an der Kulturpflanze möglich.

 

Wintergerste und Winterweizen

Gegen Kamillearten, Vogel-Sternmiere, Einjähriges Rispengras, Gemeiner Windhalm, Acker-Fuchsschwanz 

  • 3,0 l/h

spritzen in 200 - 400 l Wasser/ha,

Einsatzzeitpunkt: Nachauflauf/Herbst, 1-Blatt-Stadium bis Ende der Bestockung (BBCH11-29).

Maximal 1 Anwendung in die Kultur bzw. je Jahr.

 

Gegen Kamillearten, Vogel-Sternmiere, Einjähriges Rispengras, Gemeiner Windhalm, Acker-Fuchsschwanz

  • auf leichten Böden 2,5 l/ha
  • auf mittleren oder schweren Böden 3,0 l/ha

spritzen in 200 - 400 l Wasser/ha,

Einsatzzeitpunkt: Im Nachauflauf/Frühjahr, 3-Blatt-Stadium bis Ende der Bestockung (BBCH 13-29).

Maximal 1 Anwendung in die Kultur bzw. je Jahr.

WA706 - Nur in bis Ende Oktober gedrilltem Winterweizen anwenden.

 

Winterroggen

Gegen Kamillearten, Vogel-Sternmiere, Einjähriges Rispengras, Gemeiner Windhalm, Acker-Fuchsschwanz 

  • 3,0 l/ha

spritzen in 200 - 400 l Wasser/ha,

Einsatzzeitpunkt: im Nachauflauf/Herbst, 1-Blatt-Stadium bis Ende der Bestockung (BBCH11-29).

Maximal 1 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.

Gegen Kamillearten, Vogel-Sternmiere, Einjähriges Rispengras, Gemeiner Windhalm


  • auf leichten Böden 2,0 l/ha
  • auf mittleren oder schweren Böden 2,5 l/ha

spritzen in 200 - 400 l Wasser/ha,

Einsatzzeitpunkt: im Nachauflauf/Frühjahr, 3-Blatt-Stadium bis Ende der Bestockung (BBCH13-29).

Maximal 1 Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.

Behandlung des Roggens so früh wie möglich abschließen.

WP778 - Bei Roggen Ertragsminderung möglich.

 

Wirkungsspektrum

  • Sehr gut bis gut bekämpfbar: Acker-Fuchsschwanz, Einjährige Rispe, Gemeiner Windhalm (jeweils bis 4-Blatt Stadium), Kamille-Arten, Acker-Hundskamille, Vogel-Sternmiere.
  • Andere Unkrautarten werden nicht ausreichend bekämpft.

 

Pflanzenverträglichkeit

Arelon TOP weist eine gute Sortenverträglichkeit in allen Wintergersten-, Winterweizen- und Winterroggen-Sorten sowie Sommerweizen- und Sommergersten-Sorten auf. In Winterroggen sollte eine Aufwandmenge von 2,0 - 2,5 l/ha nicht überschritten werden; Anwendung im Nachauflauf /Frühjahr nur bis BBCH 25.

 

Wichtige Hinweise

Schwachwüchsige, lückige oder ausgewinterte Bestände sowie extrem leichte, humusarme und sehr durchlässige Böden oder zu Staunässe neigende oder verschlämmte Schläge von der Behandlung ausschließen. Auf anmoorigen und Moorböden sowie anderen, besonders stark humosen bzw. äußerst sorptionsstarken Böden (hoher Ton- oder Schluffanteil) ist die herbizide Wirkung nicht immer ausreichend. Bei extrem hohen Niederschlägen kurz nach der Behandlung besteht das Risiko einer Wurzelschädigung an der Kultur. Kein Einsatz auf Flächen, die mit Kalkstickstoff gedüngt wurden. Auf Flächen, die im zeitigen Frühjahr mit Arelon TOP allein behandelt wurden, kann bei normaler Bestandsentwicklung Kalkstickstoff ca. 3 - 4 Wochen danach ausgebracht werden. Untersaaten sind nicht möglich. Nach der Behandlung keine Bodenbearbeitung mehr durchführen.

 

Anwendungstechnik

Ansetzen der Spritzbrühe

Arelon TOP-Behälter kurz vor Gebrauch kräftig schütteln, Tankbehälter zur Hälfte mit Wasser füllen, Rührwerk einschalten, Arelon TOP in den Spritztank geben und restliche Wassermenge auffüllen. Spritzbrühe sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Empfohlene Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

 

Mischbarkeit

Tankmischung Arelon TOP mit Ammonnitrat-Harnstofflösung (AHL)

  • AHL mit Wasser im Verhältnis von 1:3 gemischt: Arelon TOP kann direkt der verdünnten Ammonnitrat-Harnstofflösung zugegeben werden.
  •  AHL konzentriert, d.h. unverdünnt: Arelon TOP vorher (!) mindestens im Verhältnis 1:1 mit Wasser vermischen und erst dann der Ammonnitrat-Harnstofflösung zugeben.

 

Arelon TOP kann mit anderen Herbiziden (Wuchsstoffe, Sulfonylharnstoffe, Breitbandherbizide wie z.B. Sumimax) gemeinsam ausgebracht werden. Auch Tankmischungen mit Fungiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern sind möglich.

Bei Tankmischungen grundsätzlich die Gebrauchsanleitung der betroffenen Produkte beachten.

 

Gerätereinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen.

Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

 

Nachbau

Auf mit Arelon TOP behandelten Flächen kann nach der Getreideernte jede Kultur nachgebaut werden. Nach vorzeitigem Umbruch:

  • Arelon TOP-Anwendung im Herbst - Umbruch im Frühjahr:
    Nach flacher Bodenbearbeitung können nachgebaut werden: Sommerweizen, Sommergerste, Sommerraps, Kartoffeln, Ackerbohnen, Erbsen. Nach Pflugfurche (20 cm) können zusätzlich nachgebaut werden: Hafer, Mais, Rüben, Futtergräser und Leguminosen (Klee).
  • Arelon TOP-Anwendung im Frühjahr - Umbruch im Frühjahr:
    Nach ordnungsgemäßer Pflugfurche können angebaut werden: Sommergerste, Mais, Ackerbohnen, Erbsen.

 

Wartezeit

Sommergerste und Sommerweizen, Wintergerste und Winterweizen, Winterroggen:
Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

 

Entsorgung

Leere Verpackungen nicht weiter verwenden. Sorgfältig restentleerte und gespülte Verpackungen an den autorisierten Sammelstellen im Rahmen des IVA-Entsorgungskonzeptes PAMIRA abgeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlung erhalten Sie von Ihrem Händler. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Stadt- oder Kreisverwaltung.

Gebrauchsanleitung beachten