Anwendung
VH371 - Nur für den berufsmäßigen Anwender.
Wirkungsweise
Vorox F ist ein Spritzmittel zur Bekämpfung von Unkräutern auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen sowie in Ziergehölzen.
Die Wirkung von Vorox F beruht auf einer Hemmung des Enzyms Protoporphyrinogen-Oxidase (PPO), das an der Chlorophyllsynthese beteiligt ist. Dies führt zur Zerstörung der Zellmembranen und zum Absterben des Pflanzengewebes.
Vorox F wird sowohl von keimenden Unkräutern über den Boden als auch über das Blatt aufgenommen. Die Bodenwirkung führt bei den keimenden Unkräutern zu Nekrosen, und sie sterben kurz nach dem Auflaufen ab.
Nach einer Behandlung bereits vorhandener Unkräuter, wird der Wirkstoff schnell ins Pflanzengewebe aufgenommen und verursacht nach kurzer Zeit Welke, Chlorosen und schließlich Nekrosen. Die herbizide Wirkung tritt nach 1 - 3 Tagen ein. Die beste Wirkung wird bis zum Stadium BBCH 10 - 12 der Unkräuter erreicht (2. Laubblatt entfaltet). Helles Sonnenlicht und feuchter Boden beschleunigen die Wirkung.
„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
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Einjährige einkeimblättrige, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter und Moose auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen;
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Einjährige einkeimblättrige, einjährige zweikeimblättrige Unkräuter und Moose in Ziergehölzen.“
Aufwandmengen
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Wege und Plätze mit Holzgewächsen
Vorox F wird gegen einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter und Moose auf Wegen und Plätzen mit Holzgewächsen mit 1,2 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha gespritzt.
Maximal eine Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.
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Ziergehölze
Vorox F wird gegen einjährige ein- und zweikeimblättrige Unkräuter und Moose in Ziergehölzen mit max. 1,2 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha gespritzt.
Bei frisch bearbeitetem Boden und Vorauflauf bzw. frühem Nachauflauf der ein- und zweikeimblättrigen Unkräuter und Moose sind nach eigenen Erfahrungen (z. B. in der Baumschule) Aufwandmengen von 300 - 600 g/ha ausreichend.
Maximal eine Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.
Umrechnungstabelle für Aufwandmengen
| Anzahl wasserlöslicher Beutel | Behandelbare Fläche |
| Anzahl wasser- löslicher Beutel | Wege und Plätze mit Holzgewächsen (1,2 kg/ha) | Ziergehölze (300 - 600 g/ha) |
| 30 g (1 Beutel) | 250 m² | 1.000 m² - 500 m² |
| 60 g (2 Beutel) | 500 m² | 2.000 m² - 1.000 m² |
| 90 g (3 Beutel) | 750 m² | 3.000 m² - 1.500 m² |
| 120 g (4 Beutel) | 1.000 m² | 4.000 m² - 2.000 m² |
| 1,2 kg (40 Beutel) | 1 ha | 4 ha - 2 ha |
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Anwendungszeit
Die Anwendung von Vorox F erfolgt vom zeitigen Frühjahr bis Ende Sommer im Vorauflauf oder kurz nach dem Auflaufen der Unkräuter.
Aufgrund der Aufnahme über Keimling und aufgelaufene Unkräuter ist die Wirkung von Vorox F weitgehend unabhängig von der Witterung. Die Anwendung ist auch bei kühlen Temperaturen möglich, die Wirkung wird durch nachfolgenden Frost und Niederschläge nicht wesentlich beeinträchtigt. Die beste Wirkung wird bis zum Stadium BBCH 12 der Unkräuter erreicht (2.Laubblatt entfaltet).
Anwendungstechnik
Nach unseren Erfahrungen haben sich Flachstrahldüsen am besten bewährt. Die Spritzflüssigkeit sollte mit geringem Druck auf der Behandlungsfläche verteilt werden.
Spritzbrühereste vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen, als unbedingt gebraucht wird.
Ansetzen der Spritzbrühe
Zur Vermeidung einer Staubentwicklung bei der Einbringung von Vorox F in den Spritzbehälter enthält die Verpackung wasserlösliche Portionsinnenbeutel zu je 30 g.
Wasserlöslichen Folienbeutel immer ungeöffnet in die Spritzbrühe geben!
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Vorox F wird mit dem wasserlöslichen Folienbeutel erst kurz vor dem Ansetzen der Spritzbrühe aus der Umverpackung entnommen.
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Den Spritzbehälter zur Hälfte mit Wasser befüllen, das Einfüllsieb entfernen und die benötigte Anzahl an Folienbeuteln ungeöffnet in den Behälter geben.
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Umrühren, bis der Beutel und der Beutelinhalt vollständig mit Wasser benetzt sind.
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Spritzbehälter bis zur benötigten Wassermenge auffüllen, umrühren und ca. weitere 5 Minuten warten, bis die Spritzbrühe gebrauchsfertig ist.
Wirkungsspektrum (WH914)
| Unkräuter / Ungräser | Vorauflauf | Nachauflauf |
| Acker-Ehrenpreis | + | + |
| Acker-Kratzdistel | (+) | - |
| Acker-Winde | + | - |
| Ausfallraps | + | + |
| Beifuß | - | - |
| Breitwegerich | (+) | - |
| Efeublättriger Ehrenpreis | + | + |
| Gänsefingerkraut | + | - |
| Gemeines Kreuzkraut | + | + |
| Giersch | - | - |
| Glatthafer | (+) | - |
| Goldrut | + | - |
| Grassternmiere | + | - |
| Große Brennnessel | - | - |
| Habichtskraut | + | - |
| Hirtentäschel | + | + |
| Hohlzahn | + | + |
| Hornfrüchtiger Sauerklee | + | - |
| Hornkraut | + | + |
| Hügelweidenröschen | + | (+) |
| Hühnerhirse | + | - |
| Jakobskreuzkraut | + | - |
| Jährige Rispe | (+) | - |
| Johanniskraut | + | - |
| Kamille | + | + |
| Kanadisches Berufskraut | + | + |
| Klatschmohn | + | + |
| Klettenlabkraut | + | + |
| Knaulgras | (+) | - |
| Kriechender Günsel | + | - |
| Kriechender Hahnenfuß | (+) | - |
| Laubmoos-Arten | (+) | (+) |
| Lebermoos | + | + |
| Löwenzahn | + | - |
| Melde | + | + |
| Persischer Ehrenpreis | + | + |
| Quecke | - | - |
| Quendelblättriges Sandkraut | + | + |
| Rainfarn | - | - |
| Rote Taubnessel | + | (+) |
| Rotschwingel | (+) | - |
| Ruhrkraut | + | + |
| Sauerampfer | (+) | - |
| Schachtelhalm | - | - |
| Schafgarbe | - | - |
| Schmalblättriges Weidenröschen | + | (+) |
| Schwarzer Nachtschatten | + | (+) |
| Segge | (+) | - |
| Spitzwegerich | (+) | (+) |
| Spörgel | + | + |
| Springkraut | + | + |
| Sternmoos (Sagina) | + | - |
| Stiefmütterchen | + | + |
| Straußgras | + | - |
| Tellerkraut | + | + |
| Trespenarten | + | - |
| Vogelknöterich | (+) | - |
| Vogelmiere | + | (+) |
| Waldsumpfkresse | + | - |
| Weicher Storchschnabel | + | (+) |
| Weiches Honiggras | + | - |
| Weidelgras | - | - |
| Weiden-Anflug | + | (+) |
| Weißer Gänsefuß | + | (+) |
| Weißklee | - | - |
| Wicke | (+) | - |
| Wiesenrispengras | (+) | - |
| Wiesenschaumkraut | + | + |
| Wiesenschwingel | (+) | - |
| Windenknöterich | (+) | (+) |
| Windhalm | + | (+) |
+= Gut bekämpfbar
(+)= Ausreichend bekämpfbar
-= nicht ausreichend bekämpfbar
Definition Vorauflauf: Wirkung gegen aus Samen keimende Unkräuter. Keine Überwinterungsorgane (z. B. Rhizome) im Boden.
Definition Nachauflauf: Wirkung bis zum Entwicklungsstadium BBCH 10 - 12 (maximal bis 2. Laubblatt bzw. Blattpaar entfaltet).
Gehölzverträglichkeit (WH9161)
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Überkopfbehandlungen von Gehölzen:
Vorox F wird von vielen Gehölzen vor Austrieb vertragen. Ein anschließendes Abregnen der Spritzbrühe kann die Verträglichkeit für Gehölze verbessern, schützt aber nicht immer zuverlässig vor Schäden. Generell ist nach eigenen Erfahrungen eine Behandlung auf den frischen Austrieb nicht empfehlenswert!
Wenn Schäden auftreten, so äußern sich diese in rasch eintretenden, lokal begrenzten Nekrosen/Verbrennungen an Blättern und Triebspitzen. Der Wirkstoff wird in der Pflanze nicht verlagert, so dass der Durchtrieb in der Regel keine Schäden aufweist.
Bei immergrünen Laubgehölzen wird generell von einer Überkopfbehandlung abgeraten, da auftretende Blattschäden langfristig sichtbar sind und meist nicht toleriert werden können.
Wichtig: Aufgrund der wechselnden Kulturbedingungen und der Vielzahl von Gehölzarten und -sorten empfehlen wir Vorversuche an einigen Pflanzen zur Abklärung der Verträglichkeit, bevor der gesamte Bestand behandelt wird.
Detaillierte Informationen zur Kulturverträglichkeit können über die Beratung angefordert werden.
Witterungsbedingungen
Vorox F kann bei jeder Witterung ausgebracht werden bei der gewährleistet ist, dass das Produkt auf der behandelten Fläche bleibt.
Feuchte Bodenverhältnisse sind erfahrungsgemäß zur vollen Wirkungsentfaltung von Vorox F erforderlich. Daher empfiehlt es sich, Vorox F bei feuchten Witterungsverhältnissen bzw. kurz vor zu erwartenden Niederschlägen auszubringen.
Gerätereinigung
Unmittelbar nach der Anwendung des Produktes müssen benutzte Geräte mit geeigneten Reinigungsmitteln, z. B. Agroclean, gründlich gereinigt werden.
Restbrühe und Spülwasser weder in der Nähe von Kulturpflanzen noch in Gewässer oder in die Kanalisation entleeren sondern auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.
Wartezeit
Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).
Gebrauchsanleitung beachten!