Wirkungsweise
Magister 200 SC ist ein Kontakt-Akarizid, das durch Hemmung des Elektronentransports in die Atmungskette der Schädlinge eingreift. Das Produkt besitzt auf die zu bekämpfenden Schädlinge eine sehr schnelle Anfangs- sowie eine gute Dauerwirkung.
Wirkungsspektrum
Bekämpft werden die mobilen Stadien (Larven und Adulte) von Spinnmilben der Arten Panonychus, Tetranychus und Eotetranychus. Eine Nebenwirkung auf Sommereier von Spinnmilben ist vorhanden. Wintereier werden nicht erfaßt.
Bei der Anwendung von Magister 200 SC gegen Spinnmilben im Gewächshaus werden nach eigenen Erfahrungen gleichzeitig auch junge Stadien von Thrips (Frankliniella occidentalis) sowie mobile Stadien der Weißen Fliege mit erfaßt.
„Von der Zulassungsbehörde festgesetztes Anwendungsgebiet:
Spinnmilben an Zierpflanzen."
Anwendungsbedingungen gegen Spinnmilben an Zierpflanzen im Gewächshaus
Maximale Mittelmenge je Flächeneinheit:
0,15 ml/m² bei einer Pflanzenhöhe bis 50 cm spritzen,
Anwendungskonzentration 0,05 % (50 ml/100 l Wasser)
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung.
Magister 200 SC wird bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen eingesetzt. Der Abstand zwischen den Behandlungen beträgt je nach Populationsverlauf der Schädlinge 7 - 14 Tage.
Die Wasseraufwandmenge ist abhängig von der Pflanzenart sowie dem Wachstumszustand. Grundsätzlich ist auf eine sichtbare Benetzung der zu behandelnden Pflanzen zu achten. In der Praxis haben sich 300 ml Wasser / m² bewährt.
WW709 - Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Magister 200 SC läßt sich sehr gut in integrierte Pflanzenschutzprogramme einfügen. Magister 200 SC wirkt nur schwach auf nützliche Insekten wie Encarsia formosa. Raubmilbenpopulationen von Typhlodromus pyri oder Phytoseiulus persimilis erholen sich nach dem Einsatz von Magister 200 SC schnell. Auch das Aussetzen neuer Nützlingspopulationen ca. 7 - 14 Tage nach der Behandlung mit Magister 200 SC ist gut möglich.
Pflanzenverträglichkeit
Magister 200 SC ist sehr pflanzenverträglich und hinterlässt keine Spritzflecken, weder auf dem Blatt noch auf der Blüte. Lediglich in Rosen kann eine Anwendung nicht empfohlen werden. Hier können unter ungünstigen Bedingungen Blattschäden auftreten.
Aufgrund der wechselnden Kulturbedingungen und der Vielzahl von Zierpflanzenarten und -sorten empfehlen wir ggf. Vorversuche an einigen Pflanzen zur Abklärung der Verträglichkeit, bevor der gesamte Bestand behandelt wird.
Bei folgenden Gattungen und Arten ist nach bisherigen Erfahrungen der Einsatz von Magister 200 SC möglich:
Begonia Elatior-Hybr., Chrysanthemum-Sorten, Dracaena, Euphorbia pulcherrima, Hedera-Sorten, Hibiscus rosa-sinensis, Impatiens-Hybriden, Palmenarten (Caryota, Phoenix, Howeia, Chamaedorea, Aspidistra), Pelargonium-Hybriden
Detaillierte Informationen zur Kulturpflanzenverträglichkeit können über die Beratung angefordert werden.
Wartezeit
Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).
Anwendungstechnik
Vor Gebrauch Behälter gut schütteln.
1. Tank bzw. Spritzbehälter zu 2/3 mit Wasser füllen.
2. Umlauf bzw. Rührwerk einschalten.
3. Magister 200 SC zugeben.
4. Tank bzw. Spritzbehälter mit Wasser auffüllen.
Bei Mischungen ist die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu beachten.
Nur mit ausgeliterten Spritzgeräten arbeiten. Spritzgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand kontrollieren und einstellen lassen. Spritzgeräte gründlich mit Wasser reinigen, die verdünnte Reinigungsflüssigkeit auf die zuvor behandelte Fläche ausbringen. Spritzbrühereste vermeiden! Stets nur die Spritzbrühemenge ansetzen, die unbedingt gebraucht wird!
Gebrauchsanleitung beachten!