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Home  »  Pflanzenschutz  »  Produkte  »  Zusatzstoffe
Zusatzstoff Listungs-Nr.: 4717-00 Wirkstoffe:
350 g modifiziertes Sojalecithin /l (35%)
350 g Propionsäure /l (35%)
94 g Alkohol-Ethoxylat /l
15 g Fettsäuren /l
Gefahrensymbol: Xi

Versandgebinde: 4 x 5 l Kanister

Zusatzstoff zur Unterstützung der Wirkstoffaufnahme und Erhöhung der Wirkungssicherheit von Pflanzenschutzmitteln
Nicht unter 10°C lagern.

Nicht unter 10°C lagern.


Wirkungsweise

LI 700 ist ein modifiziertes Sojalecithin, das als Zusatz von Pflanzenschutzmittelanwendungen die Oberflächenspannung der Spritzbrühetropfen herabsetzt und die Verteilung des Spritzbelags auf den Blattoberflächen der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen optimiert. Die Wachsschicht der Blattoberflächen wird geöffnet ohne dabei zerstört zu werden, wodurch die Wirkstoffaufnahme der Pflanzenschutzmittel insbesondere bei schlechten Witterungsbedingungen unterstützt und somit die Wirkungssicherheit erhöht wird.Zusätzlich reduziert LI 700 den pH-Wert von alkalischem Wasser, um eine alkalische Hydrolyse zu verhindern und verbessert somit die Wasserqualität in den Spritzverfahren, wo die Wasserhärte von Bedeutung ist.
LI 700 kann auch als Zusatz bei der Anwendung von Blattdüngern im Spritzverfahren eingesetzt werden.

Aufwandmengen und Anwendungshinweise

Ackerbau

LI 700 wird entsprechend der zugelassenen Anwendungsgebiete den Pflanzenschutzmitteln zugesetzt. Hierzu sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner zu beachten.

Eine maximale Anwendungskonzentration von 0,5 % darf nicht überschritten werden.

Aufwandmenge Wasser

Aufwandmenge LI 700

200 l/ha

1 l/ha

300 l/ha

1,5 l/ha

 

Hopfenbau

LI 700 - Anwendung

in Tankmischung mit dem Akarizid Milbeknock (9,31 g Milbemectin/l)

Kultur:                           Hopfen
Indikation:                    gegen Spinnmilben
Einsatzzeit:                  nach Befallsbeginn bzw. Warndienstaufruf
Aufwandmenge:             0,25% (max. 5,0 l/ha) LI 700 + Milbeknock (s. Gebrauchsanleitung)
Aufwand Wasser:          max. 3.300 l/ha
Anwendungstechnik:    spritzen oder sprühen

in Tankmischung mit dem Akarizid VERTIMEC®1 (18 g Abamectin/l)

Kultur:                           Hopfen
Indikation:                    gegen Spinnmilben
Einsatzzeit:                  nach Befallsbeginn
Aufwandmenge:            0,25% (max. 5 l/ha) LI 700 + VERTIMEC®1 (s. Gebrauchsanleitung)
Aufwand Wasser:         1.000 - 3.300 l/ha
Anwendungstechnik:    sprühen

Eine maximale Anwendungskonzentration von 0,25% LI 700 in der Spritzbrühe darf nicht überschritten werden.


Herstellung der Spritzbrühe

LI 700 vor Gebrauch kräftig schütteln.

Zuerst den Spritztank zur Hälfte mit Wasser füllen, Rührwerk einschalten und unter Umrühren LI 700 zugeben. Anschließend wird die erforderliche Menge Pflanzenschutzmittel hinzugegeben und mit Wasser aufgefüllt. Rührwerk beim Ausbringen eingeschaltet lassen und die angesetzte Spritzbrühe umgehend verbrauchen.

 

 

Mischbarkeit

LI 700 ist mit Pflanzenschutzmitteln und Spurennährstoffdüngern unter Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen mischbar. Nicht mit anderen Zusatzstoffen oder Ölen mischen.

Spezielle Anwendungsempfehlungen

Aufgrund eigener Erfahrungen können folgende Produktempfehlungen gegeben werden:

Kultur

Einsatzzeitpunkt

Tankmischung

Getreide

Zusatz von LI 700 bei insgesamt ungünstiger Witterung (niedrige Temperaturen) vorteilhaft.

LI 700 + Wachstumsregler
(Zulassung beachten)

Wintergetreide

BBCH 21 - 29 (Beginn der Bestockung bis Ende Bestockung)
Zur Verbesserung der Wirkstoffaufnahme auch bei geringer Luft- feuchtigkeit

LI 700 + blattaktive Ackerfuchsschwanz-
herbizide

Zuckerrüben

ab BBCH 12 (2 Blätter entfaltet)

LI 700 + Rübenherbi-
zide (Phenmedipham, Ethofumesat)

Hopfen

nach Befallsbeginn bzw. Warndienstaufruf

0,25% (max. 5 l/ha)LI 700 + Milbeknock
(s. Gebrauchsanleitung)

 

nach Befallsbeginn bzw. Warndienstaufruf

0,25% (max. 5,0 l/ha) LI700 + VERTIMEC®1 (s. Gebrauchsanleitung)

Winterraps

Herbst

0,5 l/ha LI 700 mit Azolfungiziden, blattaktiven Gräserherbiziden


Hinweise für den sicheren Umgang

Hinweise zum Schutz des Anwenders

Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel dicht abschließende Schutzbrille und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen. Bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels Standardschutzanzug (Pflanzenschutz), festes Schuhwerk (z. B. Gummistiefel), dicht abschließende Schutzbrille und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen. Einatmen von Spritznebel vermeiden. Windrichtung beachten. Handschuhe vor dem Ausziehen waschen. Nach der Arbeit Hände und alle getroffenen Hautstellen gründlich mit Wasser und Seife waschen.


Gewässerschutz

Mittel und dessen Reste sowie entleerte Behälter und Packungen nicht in Gewässer gelangen lassen.

Entsorgung

Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen an den autorisierten Sammelstellen im Rahmen des IVA-Entsorgungskonzeptes PAMIRA abgeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern in Originalverpackungen bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Stadt-oder Kreisverwaltung.


Gebrauchsanleitung beachten