Nicht unter 10°C lagern.
Wirkungsweise
LI 700 ist ein modifiziertes Sojalecithin, das als Zusatz von Pflanzenschutzmittelanwendungen die Oberflächenspannung der Spritzbrühetropfen herabsetzt und die Verteilung des Spritzbelags auf den Blattoberflächen der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen optimiert. Die Wachsschicht der Blattoberflächen wird geöffnet ohne dabei zerstört zu werden, wodurch die Wirkstoffaufnahme der Pflanzenschutzmittel insbesondere bei schlechten Witterungsbedingungen unterstützt und somit die Wirkungssicherheit erhöht wird.Zusätzlich reduziert LI 700 den pH-Wert von alkalischem Wasser, um eine alkalische Hydrolyse zu verhindern und verbessert somit die Wasserqualität in den Spritzverfahren, wo die Wasserhärte von Bedeutung ist.
LI 700 kann auch als Zusatz bei der Anwendung von Blattdüngern im Spritzverfahren eingesetzt werden.
Aufwandmengen und Anwendungshinweise
Ackerbau
LI 700 wird entsprechend der zugelassenen Anwendungsgebiete den Pflanzenschutzmitteln zugesetzt. Hierzu sind die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner zu beachten.
Eine maximale Anwendungskonzentration von 0,5 % darf nicht überschritten werden.
| Aufwandmenge Wasser | Aufwandmenge LI 700 |
| 200 l/ha | 1 l/ha |
| 300 l/ha | 1,5 l/ha |
Hopfenbau
LI 700 - Anwendung
•in Tankmischung mit dem Akarizid Milbeknock (9,31 g Milbemectin/l)
Kultur: Hopfen
Indikation: gegen Spinnmilben
Einsatzzeit: nach Befallsbeginn bzw. Warndienstaufruf
Aufwandmenge: 0,25% (max. 5,0 l/ha) LI 700 + Milbeknock (s. Gebrauchsanleitung)
Aufwand Wasser: max. 3.300 l/ha
Anwendungstechnik: spritzen oder sprühen
•in Tankmischung mit dem Akarizid VERTIMEC®1 (18 g Abamectin/l)
Kultur: Hopfen
Indikation: gegen Spinnmilben
Einsatzzeit: nach Befallsbeginn
Aufwandmenge: 0,25% (max. 5 l/ha) LI 700 + VERTIMEC®1 (s. Gebrauchsanleitung)
Aufwand Wasser: 1.000 - 3.300 l/ha
Anwendungstechnik: sprühen
Eine maximale Anwendungskonzentration von 0,25% LI 700 in der Spritzbrühe darf nicht überschritten werden.
Herstellung der Spritzbrühe
LI 700 vor Gebrauch kräftig schütteln.
Zuerst den Spritztank zur Hälfte mit Wasser füllen, Rührwerk einschalten und unter Umrühren LI 700 zugeben. Anschließend wird die erforderliche Menge Pflanzenschutzmittel hinzugegeben und mit Wasser aufgefüllt. Rührwerk beim Ausbringen eingeschaltet lassen und die angesetzte Spritzbrühe umgehend verbrauchen.
Mischbarkeit
LI 700 ist mit Pflanzenschutzmitteln und Spurennährstoffdüngern unter Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen mischbar. Nicht mit anderen Zusatzstoffen oder Ölen mischen.
Spezielle Anwendungsempfehlungen
Aufgrund eigener Erfahrungen können folgende Produktempfehlungen gegeben werden:
| Kultur | Einsatzzeitpunkt | Tankmischung |
| Getreide | Zusatz von LI 700 bei insgesamt ungünstiger Witterung (niedrige Temperaturen) vorteilhaft. | LI 700 + Wachstumsregler (Zulassung beachten) |
| Wintergetreide | BBCH 21 - 29 (Beginn der Bestockung bis Ende Bestockung) Zur Verbesserung der Wirkstoffaufnahme auch bei geringer Luft- feuchtigkeit | LI 700 + blattaktive Ackerfuchsschwanz- herbizide |
| Zuckerrüben | ab BBCH 12 (2 Blätter entfaltet) | LI 700 + Rübenherbi- zide (Phenmedipham, Ethofumesat) |
| Hopfen | nach Befallsbeginn bzw. Warndienstaufruf | 0,25% (max. 5 l/ha)LI 700 + Milbeknock (s. Gebrauchsanleitung) |
| | nach Befallsbeginn bzw. Warndienstaufruf | 0,25% (max. 5,0 l/ha) LI700 + VERTIMEC®1 (s. Gebrauchsanleitung) |
| Winterraps | Herbst | 0,5 l/ha LI 700 mit Azolfungiziden, blattaktiven Gräserherbiziden |
Hinweise für den sicheren Umgang
Hinweise zum Schutz des Anwenders
Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
Beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel dicht abschließende Schutzbrille und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen. Bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels Standardschutzanzug (Pflanzenschutz), festes Schuhwerk (z. B. Gummistiefel), dicht abschließende Schutzbrille und Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen. Einatmen von Spritznebel vermeiden. Windrichtung beachten. Handschuhe vor dem Ausziehen waschen. Nach der Arbeit Hände und alle getroffenen Hautstellen gründlich mit Wasser und Seife waschen.
Gewässerschutz
Mittel und dessen Reste sowie entleerte Behälter und Packungen nicht in Gewässer gelangen lassen.
Entsorgung
Leere und sorgfältig gespülte Verpackungen an den autorisierten Sammelstellen im Rahmen des IVA-Entsorgungskonzeptes PAMIRA abgeben. Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler. Produktreste nicht dem Hausmüll beigeben, sondern in Originalverpackungen bei den entsorgungspflichtigen Körperschaften anliefern. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei der Stadt-oder Kreisverwaltung.
Gebrauchsanleitung beachten