Wirkungsweise
Schneckenkorn Spiess-Urania ist ein regen- und schimmelfester Fertigköder gegen Nacktschnecken, insbesondere gegen Ackerschnecken an Getreide, Raps, Kohlgemüse und Salat-Arten sowie an Erdbeeren und Zierpflanzen.
Schneckenkorn Spiess-Urania am besten nachmittags ausstreuen. Solange es ausliegt, werden Schnecken angelockt. Auch neu zuwandernde Tiere werden sicher erfasst.
Schneckenkorn Spiess-Urania hat eine gute Lockwirkung und ist für Schnecken leicht aufnehmbar; es quillt bei Feuchtigkeit auf, ohne zu zerfallen. Haltbar in Regen und Wind. Frei von Schimmelbildung durch Konservierungsmittel.
Durch den Wirkstoff Metaldehyd werden die lebenswichtigen Schleimhautzellen der Schnecken zerstört. Diese Wirkung ist irreversibel und wird nicht durch Feuchtigkeit aufgehoben.
Anwendungsgebiete
„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
-
Nacktschnecken an Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen), Raps, Salat-Arten, Kohlgemüse, Erdbeeren und Zierpflanzen.”
Aufwandmengen
Getreide
Ab der Saat bis zum Ende der Bestockung (BBCH 29); nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf, im Köderverfahren mit 4 kg/ha im Abstand von 4bis 6 Tagen gleichmäßig über den Bestand streuen; max. 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr.
Raps
Ab der Saat bis zur Rosettenbildung (BBCH 29); nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf, im Köderverfahren mit 4 kg/ha im Abstand von 4 bis 6 Tagen gleichmäßig über den Bestand streuen; max. 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr.
Kohlgemüse und Salat-Arten
Bei Kohlgemüse (Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing) und Salat (Kopfsalat, Endivie, Bindesalat, Schnitt- und Pflücksalat, Zuckerhutsalat) im Freiland nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf, im Köderverfahren, bei Bedarf mit 80g/100m² (8kg/ha) im Abstand von 4 bis 6 Tagen gleichmäßig zwischen die Kulturpflanzen streuen; max. 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr.
Die Aufwandmenge entspricht ca. 40 Granulatkörner/m².
Erdbeeren
Im Freiland nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf, im Köderverfahren, bei Bedarf mit 80g/100 m² (8 kg/ha) im Abstand von 4 bis 6 Tagen gleichmäßig zwischen die Kulturpflanzen streuen; max. 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr. Die Aufwandmenge entspricht ca. 40 Granulatkörner/m².
Zierpflanzen
Im Freiland und im Gewächshaus nach Befallsbeginn oder ab Warndienstaufruf im Köderverfahren, bei Bedarf mit 80 g/100 m² (8 kg/ha) im Abstand von 4 bis 6 Tagen gleichmäßig über den Bestand streuen; max. 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr. Die Aufwandmenge entspricht ca. 40 Granulatkörner/m².
Schneckenkorn Spiess-Urania ist gut pflanzenverträglich.
Ausnahme: bei Tabakgewächsen nicht auf die Blätter streuen.
Nach unserer Erfahrung hat sich folgende Anwendung bewährt:
Bei Anfangsbefall bzw. schwacher Befallslage in Zierpflanzen, Gemüse, Erdbeeren sind 40 g/100 m² (4 kg/ha) Schneckenkorn Spiess-Urania ausreichend; bei stärkerem Befall 80 g/100 m² (8 kg/ha) gemäß der Zulassung einsetzen.
Wartezeiten
-
Acker-, Gemüse- und Obstbau:
Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
-
Zierpflanzenbau:
Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N)
Gebrauchsanleitung beachten!