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Wirkstoff:
500 g Flumioxazin /kg, Wasserdispergierbares Granulat (WG)
Gefahrensymbol: T, N
Bienen: nicht bienengefährlich (B4)

Versandgebinde
10 x 300 g Dose
4 x 1,2 kg Kanister

Spritzmittel gegen Windhalm und zweikeimblättrige Unkräuter in Winterweichweizen

Wirkungsweise

Sumimax ist ein Spritzmittel zur Bekämpfung von Windhalm und Unkräutern in Winterweichweizen. Sumimax hemmt das an der Chlorophyllsynthese beteiligte Enzym Protoporphyrinogen-Oxidase (PPO). In den Zellen empfindlicher Schadpflanzen entstehen aggressive Sauerstoffradikale, die die Zellmembranen zerstören. Sumimax hat sowohl Boden- als auch Blattwirkung. Die Bodenwirkung beruht auf der Kontaktwirkung zwischen der wirkstoffhaltigen Oberbodenschicht und dem jungen, durchstoßenden Ungras bzw. Unkraut. Die herbizide Wirkung tritt bereits nach 1 - 3 Tagen ein. Helles Sonnenlicht und feuchter Boden beschleunigen die Wirkung.


„Von der Zulassungsbehörde festgesetztes Anwendungsgebiet:

  • Gemeiner Windhalm und einjährige zweikeimblättrige Unkräuter in
    Winterweichweizen.“

Anwendungsbedingungen

Aufwandmenge

Sumimax wird vor oder nach dem Auflaufen im Herbst in Winterweichweizen mit 0,06 kg/ha (60 g/ha) in 200 bis 600 l Wasser/ha gespritzt.

Maximal eine Anwendung in der Kultur bzw. je Jahr.


Anwendungszeit

Sumimax kann vom Vorauflauf (VA) bis zum 4-Blatt-Stadium des Weizens (BBCH 14) eingesetzt werden. Die beste Wirkung wird im frühen Nachauflauf (BBCH 10 - 12) erzielt, wenn sich die Ungräser und Unkräuter im Keimblattstadium befinden.

 

Wirkungsspektrum (WH916)

  • Sehr gut bis gut bekämpft werden:
  • Aus Samen auflaufende Unkräuter, wie z. B. Gemeiner Windhalm, Ackersenf, Hederich, Melde, Knöterich, Gemeiner Rainkohl, Taubnessel-Arten, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere, Kornblume*, Klatschmohn, Acker-Stiefmütterchen, Ehrenpreis-Arten, Acker-Vergissmeinnicht, Gemeines Hirtentäschelkraut, Weicher Storchschnabel*, Ausfallraps*, Gemeiner Acker-Frauenmantel, Gemeiner Hohlzahn, Gemeines Greiskraut, Acker-Hellerkraut, Wege-Rauke
  • Ausreichend bekämpft werden: Klettenlabkraut, Wildes Stiefmütterchen
  • Nicht ausreichend bekämpft werden:
    Gemeine Quecke, Acker-Kratzdistel, Schwarzer Nachtschatten, Acker- Fuchsschwanz, Gräser, wenn sie bei der Behandlung das BBCH-Stadium 13/21 erreicht oder überschritten haben.

    * bei früher Weizenaussaat bzw. Spritzbehandlung insbesondere im Zusammenhang mit geringer Bodenfeuchte kann die Wirksamkeit herabgesetzt sein.

Kulturverträglichkeit

Sumimax kann nach bisherigen Erkenntnissen in allen Winterweichweizensorten eingesetzt werden. Gelegentlich nach Behandlung auftretende leichte Blattspitzennekrosen haben keinen Einfluss auf den Ertrag. WP734 - Schäden an der Kulturpflanze möglich.


Witterungsbedingungen

Sumimax sollte auf den abgetrockneten Weizenbestand ausgebracht werden, feuchter Boden oder Niederschläge vor bzw. nach der Behandlung beschleunigen die Wirkung. Die Anwendung ist auch bei niedrigen Temperaturen möglich, eine Anwendung bei Frost sollte jedoch vermieden werden.


Nachbau

Im Herbst behandelte Flächen können nach der Ernte im Rahmen der üblichen Fruchtfolge neu bestellt werden. Sollte nach einer Behandlung mit Sumimax ein vorzeitiger Umbruch erforderlich sein, so können Sommergetreide, Sommerraps, Rüben, Mais und Kartoffeln nachgebaut werden. Der Anbau von Zwischenfrüchten ist möglich.


Wartezeit

Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Anwendungstechnik

Düsen

Nach unseren Erfahrungen haben sich Flachstrahldüsen am besten bewährt. Die Spritzflüssigkeit sollte mit geringem Druck auf der Behandlungsfläche verteilt werden.

Ansetzen der Spritzbrühe

Sumimax unter Umrühren bzw. bei laufendem Rührwerk der erforderlichen Wassermenge zusetzen.

Spritzbrühereste vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen, als unbedingt gebraucht wird.


Mischbarkeit

Sumimax ist mit IPU-Präparaten (Arelon Top), Ciral, flufenacethaltigen Herbiziden und Spurennährstoffen (Kupfer-Questuran flüssig) mischbar.

Sumimax sollte nicht gemeinsam mit AHL, Zusatzstoffen, zusatzstoffhaltigen-, ölhaltigen- oder EC-formulierten Pflanzenschutzmitteln (z. B. Atlantis® WG, Axial®, Orbit®, Ralon® Super, Topik® 100) sowie Activus®, Malibu®, Super Stomp®Stomp® Aqua oder Stomp® SC ausgebracht werden.

Es ist zu beachten, dass die Mischpartner erst nach vollständigem Auflösen von Sumimax in den Spritztank gegeben werden dürfen. Mischungen mit mehr als einem Zumischpartner zu Sumimax empfehlen wir nicht. Bei Mischungen ist die Gebrauchsanleitung des Mischpartners zu beachten.

 

Gerätereinigung

Nach der Anwendung des Produktes müssen benutzte Spritzgeräte und Spritzbrühebehälter mit geeigneten Reinigungsmitteln z. B. Agroclean gereinigt werden. Restbrühe und Spülwasser weder in der Nähe von Kulturpflanzen noch in Gewässer oder in die Kanalisation entleeren sondern auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.

 

Gebrauchsanleitung beachten!