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Wirkstoffe:
667 g/kg Mancozeb
83 g/kg Zoxamide
Wasserdispergierbares Granulat (WG)
Gefahrensymbol: Xi, N
Bienen: nicht bienengefährlich (B4)

Versandgebinde:
4 x 5,4 kg Beutel
1 x 20 kg Sack

Fungizid zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten im Kartoffel- und Weinbau

Wirkungsweise

Electis ist ein protektiv wirkendes Fungizid gegen Kraut- und Knollenfäule an Speise-, Wirtschafts- und Pflanzkartoffeln und gegen Falscher Mehltau (Rebenperonospora) im Weinbau.

Electis verbindet die Vorteile von Zoxamide, einem neuen hochwirksamen Wirkstoff mit der bewährten Wirkung von Mancozeb. Electis wirkt vorbeugend, d. h. die Spritzungen müssen vor bzw. bei Befallsbeginn erfolgen, bereits bestehender Befall wird nicht bekämpft, jedoch eine weitere Ausbreitung im Bestand sehr zuverlässig gestoppt.

„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:

  • Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) an Kartoffel;
  • Falscher Mehltau (Plasmopara viticola) an Weinrebe."


Anwendungstechnik

  1. Kartoffel
    Gegen Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) an Kartoffeln bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis 1,8 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha im Abstand von 7 bis 12 Tagen - je nach Infektions- und Witterungsbedingungen - spritzen.
    Maximal 3 Behandlungen in dieser Anwendung bzw. in der Kultur je Jahr.
    Der flexible Einbau in Phytophthora-Spritzfolgen ist möglich.
    Besondere Stärken entfaltet Electis beim Einsatz vom Abschluss des Blattwachstums bis zu den Abschluss-Spritzungen.
    WW750 - Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.
    Bei wiederholten Anwendungen der gleichen Wirkstoffe können in ungünstigen Fällen Wirkungsminderungen eintreten. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
    Bei der Bekämpfung von Phytophthora infestans mit Electis werden auch die gleichzeitig auftretenden Alternaria-Arten mit erfasst.

    Verträglichkeit
    Electis ist in allen geprüften Kartoffeln verträglich.

    Wartezeit
    Kartoffel: 7 Tage.
  • Weinrebe (Tafel- und Keltertraube)
    Electis wird gegen Rebenperonospora (Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)) bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis auf die Weinreben zur Nutzung als Tafel- und Keltertrauben gespritzt oder gesprüht.

    Aufwandmenge
    Basisaufwand: 0,72 kg/ha in maximal 400 l Wasser/ha
  • ES 61: 1,44 kg/ha in maximal 800 l Wasser/ha
  • ES 71: 2,16 kg/ha in maximal 1.200 l Wasser/ha
    ES 75: 2,88 kg/ha in maximal 1.600 l Wasser/ha
    Maximal 4 Behandlungen in dieser Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr. Nach der Blüte nicht mehr als 2 Behandlungen.
    WW750 - Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.
    An Reben werden bei der Anwendung gegen die Rebenperonospora auch die gleichzeitig auftretende Schwarzfäule (Guignardia bidwellii), die Schwarzflecken (Phomopsis viticola) und der Rote Brenner (Pseudopecicula tracheiphila) mit erfasst.
    Wartezeit
    Weinrebe (Tafel- und Keltertrauben): 56 Tage.

Mischbarkeit
Electis zeichnet sich durch sehr gute Mischungseigenschaften aus.
In Tankmischungen sind die von der Zulassungsbehörde festgesetzten und genehmigten Anwendungsgebiete und Anwendungsbestimmungen für den Mischungspartner sowie die Hinweise der jeweiligen Hersteller einzuhalten.

  • Im Kartoffelbau:
    Electis ist nach den bisher vorliegenden Erfahrungen mit den im Kartoffelbau gängigen Insektiziden, Fungiziden, Mitteln zur Abreifebeschleunigung und Flüssigdüngern mischbar.
    Im Weinbau:
    Electis ist nach den bisher vorliegenden Erfahrungen mit den im Weinbau gängigen Insektiziden, Akariziden und Fungiziden mischbar.

Ansetzen der Spritzbrühe, Spritztechnik und Spritzenreinigung

  • Electis bei eingeschaltetem Rührwerk direkt in den 2/3 mit Wasser gefüllten Spritzflüssigkeitsbehälter geben.
  • Behälter anschließend mit Wasser auffüllen.
  • Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Bei Mischungen ist die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu beachten.

Spritzbrühereste vermeiden! Stets nur die Spritzbrühemenge ansetzen, die unbedingt gebraucht wird!

Entleerte Behälter gründlich mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Nur mit ausgeliterten Spritzgeräten arbeiten, deren Ausstoß pro Hektar bekannt ist. Spritzgeräte gründlich mit Wasser reinigen, die verdünnte Reinigungsflüssigkeit auf die zuvor behandelte Fläche ausbringen.

Spritzgeräte regelmäßig auf dem Prüfstand kontrollieren und einstellen lassen.


Gebrauchsanleitung beachten!