
Wirkungsweise
Vegas ist ein Spezialfungizid gegen Getreidemehltau mit einer schnellen Anfangswirkung, einer sehr guten kurativen und einer lang anhaltenden protektiven Wirkung.
Vegas wird schnell über das Blatt aufgenommen, besitzt gute translaminare Eigenschaften und wird lokalsystemisch in der Pflanze verteilt. Über die Dampfphase werden auch angrenzende Pflanzenteile erreicht.
Vegas greift an verschiedenen Stellen in den Entwicklungszyklus des Getreidemehltaus ein, hemmt so seine Ausbreitung und verhindert einen Neubefall.
Vegas weist nach derzeitigem Kenntnisstand bei Echtem Mehltau keine Kreuzresistenz mit anderen praxisüblichen Fungiziden auf.
Vegas dringt sehr schnell in die Wachsschicht ein und ist nach ca. einer Stunde regenfest.
Vegas wirkt weitgehend temperaturunabhängig und auch bei wechselhaften oder warmen Witterungsbedingungen zuverlässig.
„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
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Echter Mehltau (Blumeria graminis*) an Weizen,
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Echter Mehltau (Blumeria graminis*) an Gerste,
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Echter Mehltau (Blumeria graminis*) an Roggen,
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Echter Mehltau (Blumeria graminis*) an Triticale.“
Einsatz und Aufwandmenge
Gegen Echten Mehltau (Blumeria graminis*) an Getreide (BBCH 25 bis 61) ab Frühjahr bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome, maximal 2 x 0,5 l /ha in 200 bis 400 l Wasser /ha im Abstand von 2 bis 4Wochen spritzen.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung und für die Kultur bzw. je Jahr.
* = alter lat. Name: Erysiphe graminis
Anwendungsempfehlungen nach eigenen Erfahrungen
| Einsatz | Empfohlene Vegas-Aufwandmenge |
| Vegas als Einzelprodukt oder in Kombination mit einem Mischungspartner, der selbst keine Wirkung gegen Getreidemehltau besitzt. | 0,25 l Vegas /ha |
| Vegas in Kombination mit einem Mischungspartner, der selbst keine ausreichende Wirkung gegen Getreidemehltau besitzt. | 0,2 l Vegas /ha |
| Vegas in Kombination mit einem Mischungspartner, z. B. Opus®2 Top, der selbst eine Teilwirkung gegen Getreidemehltau besitzt. | 0,15 l Vegas /ha |
| Vegas im Soloeinsatz sowie auch in Mischungen als Splitting-Anwendung, je nach Mehltauwirksamkeit des Mischpartners und der Stärke des Mehltaubefalls | 2 x 0,25 l Vegas /ha bis 2 x 0,15 l Vegas /ha |
Aus Gründen eines effektiven Resistenzmanagements ist eine darüber hinausgehende Verminderung der Aufwandmenge von Vegas zu vermeiden.
Verträglichkeit
Vegas besitzt in der empfohlenen Aufwandmenge eine ausgezeichnete Pflanzen- und Sortenverträglichkeit gegenüber Winter- und Sommerweizen, Durumweizen, Winter- und Sommergerste, Roggen und Triticale.
Anwendungstechnik
Herstellung der Spritzbrühe
Brühebehälter mit ¾ der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten und Vegas bei laufendem Rührwerk in den Tank geben. Dann die fehlende Wassermenge auffüllen.
Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen und ohne Unterbrechung ausbringen. Während der Fahrt und während des Spritzens Spritzbrühe durch Rührwerk oder Umlauf in Bewegung halten.
Spritzbrühereste vermeiden! Stets nur die Spritzbrühemenge ansetzen, die unbedingt gebraucht wird!
Spritztechnik
Spritztechnik und Wassermenge sollten so gewählt werden, dass je nach Bestandeshöhe und -dichte alle Pflanzenteile gut benetzt werden!
Gerätereinigung
Spritzgerät und -leitungen sowie Filtersysteme sollten nach jedem Gebrauch sofort gründlich gereinigt werden. Die Reinigung mit Agroclean hat sich bewährt. Spülwasser bzw. Restbrühe auf die zuvor behandelte Fläche ausbringen.
Mischbarkeit
Aufgrund seiner ausgewogenen chemisch-physikalischen Eigenschaften ist Vegas ein sehr stabiles Produkt, das nach den bisherigen Erfahrungen mit den zurzeit praxisüblichen Fungiziden z.B Opus® Top, Capitan®, Stratego® oder Corbel®, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern gemischt werden kann.
Vegas kann auch zusammen mit Harnstoff ausgebracht werden.
Bei Mischungen mit Ethephon-haltigen Produkten ist Vegas zuletzt in den Tank zu geben.
Die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Wartezeit
Weizen, Gerste, Roggen, Triticale:
Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Gebrauchsanleitung beachten!