Wirkungsweise
STRATEGO ist ein Kombinationsfungizid mit dem Strobilurin-Wirkstoff Trifloxystrobin und dem Triazol-Wirkstoff Propiconazol¹. Das Produkt wirkt vorbeugend (protektiv), stoppt vorhandene latente Infektionen ab (kurativ) und verhindert deren weitere Ausbreitung.
„Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
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Gelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita), Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum), Septoria-Blattdürre (Septoria tritici), DTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis) sowie Echter Mehltau (Blumeria graminis) an Weizen
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Echter Mehltau (Blumeria graminis), Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres) sowie Zwergrost (Puccinia hordei) an Gerste
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Echter Mehltau (Blumeria graminis), Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis) sowie Braunrost (Puccinia recondita) an Roggen.
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Septoria-Arten an Triticale.“
Anwendung
Weizen
Echter Mehltau*, Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum), Septoria-Blattdürre* (Septoria tritici), DTR Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Gelbrost und Braunrost.
Aufwandmenge: 1,0 Liter/ha
Gerste
Echter Mehltau*, Netzfleckenkrankheit, Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis) und Zwergrost.
Aufwandmenge: 0,8 Liter/ha
Roggen
Echter Mehltau, Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis) und Braunrost.
Aufwandmenge: 1,0 Liter/ha
Triticale
Septoria-Arten*
Aufwandmenge: 1,0 Liter/ha
* Für den Wirkstoff, bzw. einen Wirkstoff dieses Mittels, wurden Resistenzen nachgewiesen. Anwendung nur im Rahmen eines geeigneten Resistenzmanagements.
Anwendungszeitpunkt
Ab Frühjahr (Stadium 31 nach BBCH-Code) bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome und bei Neubefall spritzen. Späteste Anwendung zu Beginn der Blüte (Stadium 61 nach BBCH-Code).
Maximal 2 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr.
Wartezeit: 35 Tage
Wasseraufwandmenge/Getreidebau: 200 - 400 Liter/ha.
Für STRATEGO existiert außerdem eine Genehmigung nach § 18a PflSchG gegen Pilzliche Blattfleckenerreger an Zierpflanzen:
| Kultur/Objekt: | Zierpflanzen im Freiland und im Gewächshaus |
| Schadorganismus/Zweck: | Pilzliche Blattfleckenerreger |
| Anwendungszeitpunkt: | Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome |
| Max. Zahl Behandlungen: | In der Anwendung: 2 |
| In der Kultur bzw. je Jahr: | 2 |
| Abstand: | 10 bis 14 Tag(e) |
| Anwendungstechnik: | spritzen |
| Aufwand: | Pflanzengröße bis 50 cm 1 l/ha in maximal 1.000 l/ha Wasser |
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Internetauftritt oder fragen Sie Ihren regionalen Berater.
Resistenzhinweis
Bei der Anwendung von Wirkstoffen aus der chemischen Klasse der Strobilurine, zu denen auch Trifloxystrobin gehört, ist das Auftreten resistenter Schaderreger nicht auszuschließen. Unter besonders ungünstigen Umständen kann dies zu einer Minderwirkung führen. Im Falle einer Minderwirkung, die im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, kann keine Haftung übernommen werden. Setzen Sie deshalb strobilurinhaltige Fungizide gemäß Empfehlungen des Herstellers bzw. Vertreibers ein und kombinieren bzw. alternieren Sie Spritzungen mit Fungiziden anderer Wirkungsmechanismen. Effektives Resistenzmanagement ist ein entscheidender Faktor bei der Verzögerung der Ausbreitung von resistenten Stämmen gegenüber fungiziden Wirkstoffgruppen. In einer Spritzfolge sollten Strobilurine nicht öfter als einmal eingesetzt werden.
Pflanzenverträglichkeit
Nach unseren Erfahrungen ist STRATEGO in den empfohlenen Aufwandmengen in allen Getreidearten und -sorten gut verträglich.
Wichtige Hinweise
Nur abgetrocknete Bestände behandeln. Nicht in der größten Mittagshitze spritzen. Innerhalb von zwei Stunden nach der Anwendung sollte kein Niederschlag fallen.
Die Hinweise der guten fachlichen Praxis sind zu beachten.
Anwendungstechnik
Herstellung und Ausbringung der Spritzbrühe
Brühebehälter mindestens mit der Hälfte der erforderlichen Wassermenge füllen, Produkt unter gründlichem Umrühren zugeben und fehlende Wassermenge auffüllen. Die Spritzflüssigkeit ist unmittelbar nach dem
Ansetzen ohne Unterbrechung auszubringen.
Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen. Entleerte Produktbehälter gründlich mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
Spritzenreinigung
Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Anfallendes Spülwasser auf der vorher behandelten Fläche ausbringen.
Dazu ca. 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen. Die Reinigung mit Agroclean hat sich bewährt.
Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.
Mischbarkeit
STRATEGO kann mit den meisten Fungiziden, Insektiziden, Herbiziden und Wachstumsreglern in Tankmischung ausgebracht werden, z. B.:
Fungizide: Pronto® PLUS, Folicur®;
Herbizide: Sulfonylharnstoffe;
Wachstumsregler: Camposan®1 Extra, CCC;
Flüssigdünger: Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL, 10 - 15 kg N/ha, nur Markenware), Harnstoff, Bittersalz und Mangansulfat.
Mischbrühen grundsätzlich sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.
Für eventuelle negative Auswirkungen von Tankmischungen mit von uns nicht als mischbar eingestuften Produkten haften wir nicht.
Gebrauchsanleitung beachten